Roland aus Marchtrenk in Österreich mit seinem STYRIA Fahrrad – einem STYRIA DÜRKOPP Diana Halbrenner von 1925.

Roland aus Marchtrenk in Österreich - STYRIA Fahrrad - einem STYRIA DÜRKOPP Diana Halbrenner von 1925.

STYRIA Fahrrad

Johann Puch (* 27. Juni 1862 in Sakušak bei Georgendorf bei Pettau, Untersteiermark, damals Österreich, heute Slowenien; † 19. Juli 1914 in Agram) war ein Handwerker, Industrieller und Begründer der Puch-Werke.
Janez Puch wurde als siebtes Kind eines Kleinbauern (Keuschler) geboren. Mit acht Jahren verließ er sein Elternhaus und begann mit zwölf Jahren eine Lehre als Schlosser in Pettau. Ab 1885 wechselte er mehrfach den Arbeitgeber, um sich im Fahrradbau weiterzubilden, und wurde bald zur gefragten Fachkraft. Er war auch selbst als Radsportler aktiv und zählte zur Mannschaft des Grazer Radfahrer-Clubs.
1889 reiste Puch zu einer Fahrradausstellung nach Leipzig und übernahm in der Folge die Vertretung der englischen Humber-Werke und des deutschen Unternehmens Winkelhofer & Jännicke. Nach mehreren Anläufen erhielt er im September 1889 die Betriebserlaubnis für eine Fahrrad-Werkstatt. Schon im selben Jahr wurde das erste Puch-Rad, ein Sicherheitsniederrad, unter dem Markennamen Styria (lat.= Steiermark) ausgeliefert. Zudem machte er Werbung für seine Fahrschule, in der er gezielt weibliche Kunden ansprach. Schon Mitte 1890 erwies sich die Werkstatt als zu klein, und Puch zog, mit finanzieller Unterstützung eines Partners, in ein größeres Gebäude um. 1891 wurde die Handelsgesellschaft „Johann Puch & Comp.“ eingetragen und beschäftigte 34 Arbeiter.
Den Durchbruch für das Styria-Rad brachte der dritte Platz des Rennfahrers Franz Gerger bei der Distanzradfahrt Wien–Berlin 1893; Puch hatte auch den Sieger des ersten Rennens Paris-Roubaix, Josef Fischer sowie den mehrfachen Hochrad-Meister und Wien-Berlin-Teilnehmer Bruno Büchner unter Vertrag. Styria-Räder wurden bis nach England und Frankreich exportiert.
Johann Puch selbst erkrankte 1893 am Herzen und musste kürzertreten; da die Nachfrage nach Rädern jedoch weiterhin groß war, stieg die Bielefelder Maschinenfabrik als Kommanditistin mit ein. 1895 beschäftigte Puch schon 330 Arbeiter, die jährlich rund 6000 Fahrräder produzieren. Im selben Jahr kam es aber auch zu Streiks und blutigen Demonstrationen der Arbeiter, als deren Resultat kürzere Arbeitszeiten und Lohnerhöhungen standen.
1897 schied Puch wegen Unstimmigkeiten mit den neuen Partnern aus der Firma, die inzwischen Johann Puch & Comp., Styria Fahrradwerke hieß, mit einer Abfindung aus, unter der Bedingung, zwei Jahre lang keinen Konkurrenzbetrieb zu eröffnen; diese Regelung umging er, indem er eine neue Firma zunächst unter dem Namen eines seiner Mitarbeiter aufmachte. 1899 wurde das neue Unternehmen dann als Johann Puch – Erste steiermärkische Fahrrad-Fabriks-Actien Gesellschaft in Graz in das Handelsregister eingetragen. Dort wurden neben Fahrrädern auch Motorräder und Automobile hergestellt.
(quelle_wikipedia)